DigitalOcean oder AWS (Lightsail)?

Mal schnell einen Webserver aufsetzen weil man ein WordPress Blog aufsetzen möchte oder mit NextCloud spielen will? Virtualisierung macht’s möglich. Man muss heute nicht mehr einen völlig überprovisionierten vServer bei einem der üblichen Provider mieten, der dann bei weitem nicht die versprochene Leistung bringt. Ein völlig überdimensionierter Rootserver geht dafür dann richtig ins Geld!

Die Lösung scheinen vServer von den etablierten Anbietern zu sein. Amazon, Google, Microsoft oder sogar die Telekom bieten solche Maschinen an. Ich selbst habe mit Amazon und DigitalOcean Erfahrungen gemacht.

Amazon

Amazon hat klar die Nase vorn, wenn man eine richtig große, skalierbare Lösung sucht. Um die soll es aber ja hier gar nicht gehen. Bei den Budgetlösungen ist man eher bei Lightsail, dem „günstig und einfach“-Angebot von Amazon richtig. Die kleinste Lösung kostet 5$ und bietet 1 vCPU, 512 MB RAM, 20 GB SSD und 1 TB Transfer. Das ist sehr ordentlich und das erste Monat ist sogar noch umsonst. Was etwas limitierend sein könnte ist der Hauptspeicher. Entschließt man sich nach dem ersten (kostenlosen) Monat, daß man doch mehr Bedarf hat, kann man einen Snapshot der virtuellen Maschine erstellen und das nächstgrößere Modell neu aus dem Snapshot erstellen. Dann bekommt man für 10$ monatlich 1 vCPU, 1 GB RAM, 30 GB SSD und 2 TB Datenübertragung. Man kann unter einigen Linuxdistributionen und Windows Server wählen.

OneClick Anwendungen gibt es auch die häufigsten.

DigitalOcean

DigitalOcean hat nicht den Umfang wie das komplette AWS, kann sich aber mit Lightsail durchaus messen. Seit kurzem haben sie die Preise angepasst und sind somit um einiges günstiger als der Riese Amazon. Hier bekommt man für 5$ im Monat 1vCPU, 1 GB RAM, 25 GB SSD und 1 TB Datentransfer. Als Betriebssystem stehen hier nur Linux Distributionen zur Verfügung, OneClick Applikationen sind nahezu identisch mit dem Angebot von Lightsail.

Fazit

Die Einrichtung ist bei beiden Diensten ähnlich einfach, Unterschiede gibt es nur in Details. Bei DigitalOcean kann man die Größe seiner VM on-the-fly anpassen, während man bei Lightsail den oben erwähnten Umweg über einen Snapshot gehen muß. Feste IP-Adressen oder DNS-Einträge lassen sich bei beiden sehr komfortabel einrichten und verwalten.

Das Erstellen einer VM wurde bei DigitalOcean im Rekordtempo von einer knappen halben Minute erledigt, Lightsail nahm sich hier gerne bis zu 5 Minuten Zeit.

Preislich kann man, spätestens seit der letzten Preisanpassung nur zu DigitalOcean raten. Hier gibt es auch noch für 15$ monatlich die sogenannten Flexible Droplets. Hier kann man jonglieren, wie man die Gewichtung verteilen möchte; mehr CPU-Power oder lieber in Speicherausbau investieren.

Wer sich DigitalOcean gerne ansehen möchte, bekommt ein $10 Guthaben.

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